Mittwoch, 25. März 2015

Våffeldagen - Waffeltag

Heute ist in Schweden Waffeltag. Eine besonders schöne Tradition, um den Frühling willkommen zu heißen. 
Der Waffeltag ist wohl aus einer Verwechslung heraus entstanden. Das schwedische Wort Vårfrudagen (Mariä Verkündigung) klingt etwas genuschelt fast wie Våffeldagen. Und so wurde aus Mariä Verkündung eben ein Waffeltag. 


Bis ins 17.Jahrhundert soll die Tradition zurückreichen. Und die Schweden liiieben Traditionen. Deshalb wird heute in ganz Schweden das Waffeleisen aus dem Schrank gezückt und fleißig diese leckeren, handlichen Köstlichkeiten gebacken.

Diesen Tag habe ich zum Anlass genommen, auch mal wieder Waffeln zu backen. In meinem neuen Waffeleisen. Nix dolles, aber es funktioniert und wir haben endlich auch mal dicke Waffeln. Mein Traum wäre natürlich dieses monströs große Kitchen Aid Teil, aber das wird wohl auch immer ein Traum bleiben. Mal abgesehen vom Platz, den diese Maschine frisst. Ja,ja, ich red` mir die ... schön.
Die Kinder fandens toll und haben fleißig gegessen. Ich fand sie auch lecker, wobei mir ein deftigeres Mittagessen auch gut gefallen hätte. Aber manchmal muss man halt auch mal süß!
Und weil heute die Schweden feiern und ich mich solidarisch zeigen möchte, mixe ich meine Buttermilchwaffeln einfach mit Schwedenmilch :) 


Schwedenmilch-Waffeln (ca. 10-12 große Waffeln)
  • 6 Eier
  • 150 g Butter, weich
  • 200 g Zucker
  • 500 ml Buttermilch/Schwedenmilch
  • 400 g Weizenmehl
  • 1 P. Backpulver 
  • 1Pr. Salz 
Eier trennen.
Die Butter mit dem Zucker cremig aufschlagen. 
Eigelbe einzeln unter die Creme schlagen. 
Buttermilch dazumixen.
Das Mehl und das Backpulver über den flüssigen Teig sieben und kurz unterarbeiten. Nicht zu viel rühren!
Das steife Eiweiß sanft unter den Teig heben. 

Die Waffelmasse soll nun 30 Minuten ausquellen.

Nun hübsche Waffeln ausbacken und mit Puderzucker, Sahne, Eis, Beeren was auch immer genießen.

♥ Smaklig måltid ♥


 

Dienstag, 24. März 2015

Karotte, Möhre, ...

... gelbe Rübe, Mohrrübe, Wurzel ... kennt ihr noch mehr Synonyme für des Hasens liebstes Gemüse? Ist sie überhaupt des Hasens liebstes Gemüse? 
Egal, jedenfalls scheint sie in unserem Haushalt gerne mal im Gemüsefach vergessen zu werden. So farbenfroh und hübsch Rüben auch aussehen mögen, frisch knabbern mag sie bei uns nur der Kleinste. Fast schon schade, aber nur fast! Denn hier werden sie am liebsten in schmackofatziger Rüblikuchenform (Rezept wird noch pünktlich zu Ostern abgeliefert - versprochen) verzehrt oder eben im Brot. 

Und diese Woche wollten wir unsere (Runzel)Rüben mal wieder im Brot. Das Rezept habe ich von hier und es schmeckt uns so gut, dass das Brot genau einen Tag gereicht hat. Zum Glück habe ich gleich das doppelte Rezept gebacken. Für diese Woche sind die Karotten jedenfalls gegessen und verdammt lecker gewesen. 

Absolute Nachbackempfehlung! 

Karottenbrot (hier Rezept für 2 Brote)


Sauerteig (ca. 16 Stunden bei 26°)
  • 220g Roggen 1150
  • 220g Wasser
  • 16g ASG *
Vorteig (1h bei Raumtemperatur anspringen lassen, dann über Nacht in den Kühlschrank stellen)
  • 200g Dinkel 1050
  • 180g Wasser
  • 2g Hefe
Brühstück (mind. 2h vor Backbeginn ansetzten, oder am Abend vorher)
  • 150g Saaten
  • 40g Flocken
  • 70g Roggen-Vollkorn
  • 26g Salz
  • 400ml Buttermilch, kochend


Hauptteig
  • Sauerteig
  • Vorteig
  • Brühstück
  • 70g Roggen-Vollkorn
  • 280g Dinkel-Vollkorn
  • 200g Weizen 550
  • 320g Karotte, grob geraspelt 
  • etwa 100ml Buttermilch *je nach frischegrad der Karotten auch etwas weniger ;)
Alle Zutaten etwa 10 Minuten zu einem Teig kneten und 30 Minuten ruhen lassen.
Nochmal kurz durchkneten und in zwei Kastenformen geben. Nach Wunsch mit Saaten betreuen und ca. 90 Minuten zur Gare stellen.
In den auf 250°C heißen Ofen mit Schwaden einschiessen und auf 180°C fallend 1h backen. Ich backe Kastenbrote die letzten 20 Minuten immer ohne Form, um eine gleichmäßige schöne Kruste zu bekommen.

*Anstellgut (ASG) ist der Grundstock zum Ansetzen von Sauerteig. Also der Teil, den man vom letzten reifen Sauerteig abgenommen hat :)

Freitag, 20. März 2015

Herzlich Willkommen Frühling

Endlich! Verwöhnt werden wir schon länger mit schönem Wetter, heute steht er auch im Kalender -  der Frühling

 
Der Bärlauch ist erntereif und läßt den Waldboden im schönsten GRÜN erstrahlen. Die Krokusse erfreuen uns schon länger mit ihren fröhlichen Farben, Narzissen und Tulpen stehen in den Startlöchern und die Forsythien sind nun endlich aufgebrochen. 
Die Luft riecht süßlich und die Sonne nimmt mit jedem Tag an Kraft zu. 
Die Kröten machen sich auf den Weg zu ihren Laichstätten und den ersten Froschlaich habe ich auch schon gesichtet.
Meine Hühner sind wieder unter die Eierleger gegangen und ich kann mich vor Eiern kaum retten. Zum Glück, jetzt kann ich wieder nach Herzenslust backen, was uns schmeckt, ohne auf die Eiermenge achten zu müssen. 
Die größte Frühlingsfreude allerdings entdeckte ich gestern - unser erstes Küken für dieses Jahr ist geschlüpft. Ein wunderhübsches, kuschelweiches Osterküken. Wir freuen uns!!!



Donnerstag, 19. März 2015

Brothunger

Mein Brothunger wird wohl niemals stillbar sein. LowCarb? Ich probiers erst gar nicht. Auf vieles könnte ich verzichten, aber auf Brot ganz sicher nicht! Ein voller Brotkorb, viele unterschiedliche Aufstriche, Pesto, Oliven, gute Butter, am besten aus Rohmilch ... man muss krank sein, wenn man sich das verbietet. Und ich kann mir auch wirklich nicht vorstellen, dass jemand wirklich grüne Smoothies lieber trinkt, als ein dick bestrichenes Butterbrot zu essen. Aber das Kontrollieren seiner Gelüste ist offensichtlich so gar nicht mein Ding. Grüne Smoothies trinke ich zur Zeit übrigens auch ganz tapfer, aber zusätzlich ;).
Und weil ich meine Butter eben nicht löffeln möchte sondern lieber streiche, gibt`s hier heute mal wieder die "Häusemer Bauerekrume". Allerdings in Form von zwei kleineren Laiben. Einer davon wandert in den Froster, für schlechte Zeiten. Also für Montags, wenn einem Sonntag Abend beim Blick in den Brotkorb wieder mal vor Augen geführt wird, wie wenig gut man im Planen ist.





Und für alle, die sich fragen "...wie kommt man auf so einen Namen?". So etwas passiert Geschwistern, die sich am Lagerfeuer über Gott und die Welt amüsieren und dabei ihr kleines Dörfchen (inkl. Dialekt) im Blick haben. Der Name leitet sich von unserem Heimatort ab. Wir haben uns gedacht ein Brot für`s Dorf.
Und nun wünsche ich allen Nachbackerinnen und Backern einen guten Hunger. Und ganz besonders freue ich mich über Hardy, der fleißig die Werbetrommel rührt für die "Häusemer Bauerekrume":D. Er backt sie so fleißig nach und hat jetzt sogar eine kleine Bilderreihe mit Erklärung gemacht, *klickt* mal rüber.

EDIT: Natürlich hat Micha recht und das Anschnittbild fehlt. Finde ich ja selbst auch immer doof, wenn man die Brote ohne Anschnitt bewundern soll. Hiermit reiche ich es nach :)



Sonntag, 15. März 2015

Kleine Ostertassen

Bei uns wechselt derzeit nahezu jeden Tag die Tischdeko. Zu viel mag ich nicht auf dem Tisch stehen haben, zu nackig soll er aber auch nicht sein. Ein ständiger Wechsel. Aber immer mit was lebendigem.
Letzte Woche haben wir kleine Teetassen mit Erde befüllt, eine dünne Schicht Watte darüber und Kressesamen aufgestreut. Kresse keimt ja wahnsinnig schnell. 


Also auch für ungeduldige kleine Kinder eine tolle Sache. Bereits am nächsten Tag konnte man die Saat keimen sehen. Nach 4 Tagen durfte mein Häschen seinen vorgesehenen Platz auch schon einnehmen :).



Perfekte Tischdeko für die Ostertafel oder Buffet, Mini-Osternästchen für Freundinnen, als Tischkarte ... es gibt sooo viele Möglichkeiten. Jedenfalls eine sehr tolle Verwendung, um alten Tassen neuen Glanz zu verleihen.





Freitag, 13. März 2015

Wochenend-Kuchen

Diese Woche ist er schon am Freitag fertig - unser Wochenendkuchen. 
Der Wunsch des Mittleren war schon länger Käsekuchen.
Käsekuchen und ich sind waren nicht unbedingt das, was man als kompatibel bezeichnen würde. Es ist gar nicht das Backen, sondern der Geschmack. Ich muss aber gestehen, nach diesem Rezept fühle ich mich durchaus bereit, Freundschaft zu schließen. Langsam wird es also was mit uns beiden, dem Käsekuchen und mir. An manche Geschmäcker muss man sich eben erst gewöhnen. Waren Oliven vor zehn Jahren noch undenkbar für mich und meine Geschmacksnerven, kann und will ich heute nicht mehr ohne!
Nunja, ihr Rezept ist aber auch ein sehr leckeres und wenn ich mich recht entsinne, hatten wir hier schonmal ein Käsekuchenrezept von Micha, was auch s...mäßig gut war.

Da meine 28er Backform gerne benutzt werden möchte, habe ich das Rezept einfach umgerechnet. Die Menge des Bodens habe ich allerdings so belassen, hat locker gereicht. Auch habe ich ihn ohne Ei gemacht, dafür 30g mehr Butter genommen.



Käsekuchen
  
Mürbteig:
  • 220g Mehl
  • 140gButter
  • 40g Zucker
  • 1Pr. Salz
Schnell einen Mürbteig herstellen und mindestens 30 Minuten kühl stellen.

Quarkmasse:
  • 1kg Quark 40% Fett
  • 1P. Vanillezucker
  • 200g Zucker ( 170g würden locker reichen, aber meine Männer sind Süßschnäbel)
  • 5 Eier(ich hatte L und die Eier getrennt)
  • 80g Stärkepulver
  • 160g zerlassene Butter
  • Mark einer Vanilleschote (kommt bei mir immer mit rein, ich liebe Vanille!)
  • Zitronenabrieb von 1 Zitrone
Springform ausbuttern und mit dem Teig auslegen. Dann habe ich den Boden 20 Minuten auf 175°C blind gebacken.

In der Zwischenzeit habe ich die Quarkmasse vorbereitet. Auch hier habe ich mich nicht ganz an das Originalrezept gehalten. 
Erstmal Eier trennen.
Dann die Eigelbe mit dem Zucker und Vanillezucker cremig schlagen. Den Quark, Vanillemark,Stärke, Zitronenabrieb und das Öl gut unterrühren.
Nun das Eiweiß steif schlagen und unter den Teig ziehen. Die Masse auf den vorgebackenen Boden geben und bei 160°C ca. 30 Minuten backen. Nun den Kuchen aus dem Ofen nehmen und am äußeren Rand zwischen Rand und Quarkmasse ca. 0,5mm tief einschneiden. Wieder für 5 Minuten in den Ofen. Nun aus dem Ofen nehmen und 20 Minuten abkühlen lassen. 
Nochmals 20 Minuten backen. Wieder raus und 15 Minuten abkühlen lassen. Der Teig sollte sich immer wieder setzten, so dass eine flache Oberfläche entsteht.
Weitere 15 Minuten backen. Den Ofen ausschalten und den Käsekuchen darin abkühlen lassen.

Gesamtbackzeit: 70 Minuten + Abkühlzeit 

Montag, 9. März 2015

Unser Wochenende ...

... war gefüllt mit Sonne und Energie. Der Frühling naht und das Vogelgezwitscher wird mit jedem Tag mehr. Das Rufen der erwachenden Natur wird lauter und man mag und kann es nicht mehr überhören. Den Drang nach draußen nicht mehr unterdrücken. Die Luft, so frisch und zart, dazu die warmen Strahlen der Sonne. Das Wochenende hat uns verwöhnt. Nicht nur mit Kuchen, auch mit Wärme und Licht.
Das Grün, was sich den Weg durch die dichte Blätterdecke des Waldes nach oben bahnt und fleißige Bienchen, die ihren ersten Frühlingsflug wagen. Es war wunderbar!
Viel zu tun gibt es bei uns. Wir renovieren. Nicht unser Haus, sondern den neuen Schlafplatz unseres baldigen Familiezuwachses. Vorfreude macht sich breit. Fast ist das Häuschen bereit für den Einzug.

Unser Wochenende war voller Lebenslust und Eures?