Dienstag, 21. Juni 2016

Zuckerfrei(er) - Energiekugeln

Seit mittlerweile 7 Monaten versuche ich mich zuckerfrei(er) zu ernähren. Klappt super, einzigste Ausnahmen sind Feiern (zum Glück ehr selten) und mein tägliches Glas Wasserkefir. Schokolade und co. sind schon lange kein Problem mehr für mich. 
Wenn Zucker benötigt wird, z.B. im Kuchen, weiche ich auf Bananen, Datteln oder Kokosblütenzucker aus.
Da ich aber am Abend nur noch Flüssignahrung in Form von Mandel- oder Sojamilch zu mir nehme (bin zum Kauen nach meinen Läufen meist zu faul) fehlt mir ab und an so ein kleiner Energiekick. Außerdem möchte ich mein Gewicht nun eigentlich halten und nicht weiter abnehmen. Lange Rede kurzer Sinn - es müssen Energiekugeln her. Geballte Energie - gesunde Fette und voller Mineralstoffe und Vitamine.
Also haben wir 5kg - ja echt 5!!!kg - Medjoul Datteln gekauft und nun steht uns die Welt der Energieriegel oder Kugeln offen. 


Das Päckchen in der Hand zu halten war wie Weihnachten und Geburtstag zusammen. Wir liiiebern Medjoul Datteln! Preislich macht der Großpack auch einiges aus im Vergleich zum Bioladen.


Energiekugeln

200g Mandeln und Cashew gemischt
ca.10 Medjoule Datteln (entkernt)
1EL Mandelbutter
1EL Leinsamenschrot
1EL Brennesselsamen (oder Hanfproteinpulver für mehr Eiweiss)
1EL Chia
2EL Kokosöl (3EL wenn es flüssig ist)
1EL Zimt

Alles im Mixer zerkleinern.

1EL Kakaonibs

In die Masse kneten. Nun kleine, mittlere oder große Kugeln formen oder zwischern Folie 0,5cm dick auswellen und Riegel schneiden. Nun für 20 Minuten im Gefrierschrank anfrieren lassen. Dann im Kühlschrank lagern.

Die schmecken echt total klasse und sind um einiges günstiger als Roob.. - Riegel. 



Man kann das Rezept variieren wie man möchte. Statt Zimt einfach rohes Kakaopulver, andere getrocknete Früchte, andere Nüsse ... der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Nur formbar sollte die Masse bleiben.

Montag, 13. Juni 2016

Wasser-Kefir-Limonade ♥ oberleckeres Sommergetränk

Und gesund noch dazu! Die Kristalle werden mit Wasser, Zucker, Trockenfrüchten und Zitrone angesetzt, und dann für 24-48h bei Zimmertemperatur fermentieren lassen. Das Wasserkefirwasser enthält durch die Fermentation eine geringe Menge Alkohol, aber noch mehr positive Inhaltsstoffe wie Milchsäure, Hefepilze und vor allem B-Vitamine.
Und wenn die kleinen Kerlchen sich wohlfühlen vermehren sich die Kristalle wie doof. Bald kann man den ganzen Freundeskreis damit versorgen, die Nachbarschaft und wer sonst noch gerne prickelnde Limo mag.
Man kann sie mit Früchten der Wahl aromatisieren, als Bowle mit Sekt vermischen ... aber eiskalt, dass sollte die Limo unbedingt sein!
Viele setzten die frischen Früchte und Geschmacksgeber schon bei der ersten Fermentationsphase zu. Ich persönlich habe zu viel Angst vor zu viel Verunreinigung und mache das erst im zweiten Schritt, der Nachgärungsphase. Somit habe ich immer saubere Kristalle.


Kefirwasser (Grundansatz)
1l Wasser
50g-80g Rohrohrzucker
ca.30g Bio-Trockenfrüchte, egal welche, aber unbedingt ungeschwefelt! (ich bevorzuge Aprikosen oder Äpfel wegen ihres dezenten Geschmacks)
3 Scheiben unbehandelte Zitrone
40g Kefirkristalle

Alles in ein großes Gefäß geben und für 24-48h fast luftdicht fermentieren lassen. Ich bevorzuge 48h. Man kann zwischendurch probieren. Je länger die Abstehphase, umso saurer wird die Limonade.

Wenn das Getränk fertig ist die Trockenfrüchte und die Zitronenscheiben herausfischen und die Kefirkristalle in einem Plastiksieb (ich steh nicht auf Plastik, aber der Kefir hasst Metalle und Keramik habe ich nicht) unter fließendem Wasser gut ausspülen. Diese sind nun bereit für die nächste Runde.

Natürlich habe ich auch Lieblingsrezepte, ganz klar ... :)


Aprikose-Thymian

1l Kefirwasser
2 Aprikosen
4 Zweige Thymian
1 Scheibe Zitrone

Zitrone-Ingwer

1l Kefirwasser
3 Scheiben Zitrone
ein walnußgroßes Stück Ingwer in Scheiben geschnitten
2-3 Stiele Minze
Birne-Basilikum

 1l Kefirwasser
3 Schnitze Birne, eine schöne süße
2 große Basilikumspitzen
1-2 Scheiben Zitrone


Holunderblüte-Erdbeer

1l Kefirwasser (hierfür gebe ich außnahmsweise in den Grundansatz eine große Holunderblütendolde) 
3 große Erdbeeren geviertelt 
1 Zweig Minze
2 Scheiben Zitrone 
1 Stiel Minze

Für alle Rezepte gilt die gleiche Anleitung:
In eine hübsche Flasche füllen, möglichst luftdicht verschließen und für ein bis zwei Tage im Kühlschrank nachgären lassen. Fast wie Bionade.


Ich habe mir meinen Kristall von Privat über eb..y besorgt, aber es gibt auch Shops die in anbieten, z.B. hier

Dienstag, 7. Juni 2016

Und schwupps ...

... ist schon wieder Einmachzeit!
Da ich, wie jedes Jahr, das Gefühl  habe, die Rhabarbersaison geht viel zu schnell vorbei habe ich endlich Rhabarbergelee ausprobiert. Das steht schon so lange auf meiner Nachkochliste. Und es schmeckt echt lecker!
Auf Eis möchte ich die sauren Stangen nicht legen, da bleiben sie nur bis zur nächsten Saison liegen und ich habe ein schlechtes Gewissen.
Und weil es auch endlich schöne regionale Erdbeeren gibt habe ich gleich noch Erbeermarmelade eingekocht. Stinknormale ganz ohne SchnickSchnack, so mögen wir sie am liebsten. Und ich bin mir ziemlich sicher, von der guten alten Erdbeermarmelade hat jeder sein eigenes Lieblingsrezept parat.


Aber das Rhabarbergelee teile ich gerne mit euch :)

Rhabarbergelee

1500g gewaschenen Rhabarber (mit Schale, dann wird das Gelee rötlich) mit
800ml Wasser ca. 20 Minuten köcheln lassen. Das ganze durch ein Geleetuch über Nacht abtropfen lassen.
Am nächsten Tag bleiben gut 800ml Saft übrig. Diese mit einer Vanilleschote und 500g 2:1 Gelierzucker nach Packungsanweisung kochen und natürlich vor dem Abfüllen abschäumen. In saubere!!! vorbereitete Gläser abfüllen, 5 Minuten auf den Kopf stellen und wieder umdrehen, abkühlen lassen. Fertig!

Und vom "Rhabarbermatsch" könnt ihr Kompott, Crumble oder was auch immer zubereiten. Zum Verwerfen ist der zu schade :)

Dienstag, 31. Mai 2016

Der Mai

Für mich war (ist) er leider sehr aufwühlend, beängstigend und ungewiss. Schade, denn er ist einer der schönsten Monate im Jahr und dazu noch mein Geburtsmonat. Entsprechend wurde (trotzdem) gefeiert. Gut ablenken konnten mich auch, wie immer meine Kinder, die Tiere und der Garten. 


Gerade im Garten ist ziemlich viel passiert die letzten Wochen. Die Blumen strahlen in den verspieltesten rosa, pink und lilatönen um die Wette. Mein klarer Favorit ist, wie jedes Jahr die Akelei. Keine gleicht der anderen. Wie kleine Elfenhütchen gucken sie aus. Pfingstrosen blühen hier leider noch kaum. Die mag ich nämlich auch noch sehr gerne.


Die Gemüsepflanzen sind gut angewachsen und viele wurden leider von den Schnecken fast genauso schnell aufgefressen, wie wir sie gepflanzt haben. 
Die Schnecken finde ich extremst demotivierend was den Garten anbelangt. Ich bekomme die gar nicht schnell genug abgesammelt. Meine Tigerschnegel vom vorletzten Jahr haben sich gut eingelebt und noch besser vermehrt. Nur leider bin ich mir zwischenzeitlich gar nicht mehr so sicher, ob die sich echt nur von abgestorbenem Grünzeug und Nacktschnecken ernähren, oder ob mein Salat ihnen nicht doch besser mundet.


Die Tomaten sitzen endlich alle und es sind 44 Pflanzen geworden. Da wird doch hoffentlich genug zum Einkochen übrig bleiben. Die gerösteten Ofentomaten von hier sind nämlich zu lecker. 


Unsere Erdbeeren haben wir in ein Wasserrohr gepflanzt und nun hängen sie auf unserem Balkon. Bin gespannt, ob`s wirklich funktioniert oder der Platz zu gering ist. Noch leben sie...


Küken sind übrigens auch die ersten geschlupft und watscheln mit ihrer Mama ganz neugierig durch den Garten.


Aus meinen Lämmern sind richtige große Brocken geworden. Auch die kleine, zarte Liesbet ähnelt mehr und mehr dem Koloss von Rhodos, was mich natürlich mehr als glücklich macht nach ihrem erbärmlichen Start ins Leben.
Sie hat die gleiche Runzelnase wie ihr Papa - lustig - und keine krummen Beinchen mehr.





Sonntag, 29. Mai 2016

Die Honigernte

Mir kommt es vor, als hätten wir die Bienchen erst gestern gekauft und schon ernten wir unseren ersten Honig.







Ich denke, die Grundausstattung haben wir nun soweit komplett. Der Mann hat eine gebrauchte, schon in die Jahre gekommene Handschleuder gekauft, aber sie leistet ihre Dienste wie eine Neue. Das ein oder andere Luxusteil wird nächstes Jahr noch dazu gekauft, wie ein gescheites Entdeckelungsgeschirr. Aber erst, wenn wir mehr Völker haben. Noch sind es nämlich erst eins und drei Ableger. 

Die Honigernte, ein  Abenteuer für die ganze Familie und lecker.schmecker noch dazu. 
Die ganze Zeit haben alle gierig den Endeckelungswachs ausgekaut. Das durften meine Geschwister und ich früher bei meinem Opa schon immer. Kein Schleudern ohne Wachskauen. Den Kindern hat`s genauso gut geschmeckt wie uns damals. Aber irgendwann hat selbst das größte Schleckermäulchen genug Honig intus. Wobei der Mittlere heute auf die Idee kam, er hätte gerne Honig im Suppenteller, so als Honigsuppe. Aber genug ist genug ... morgen dürfen sie noch etwas Wachs zum Kauen mit in die Schule nehmen, um den Mitschülern etwas vom süßen Gold abzugeben.


Entdeckelunswachs mit Honig - lecker
 



So, nun klären 33kg!!! Honig in drei Eimern und werden die nächsten Tage noch abgeschäumt, um restliche Wachspartikel und Luftblasen zu entfernen. Dann möchten wir einen Eimer cremig rühren und den Rest flüssig lassen, bzw. bei Bedarf cremig rühren. 
Ich freue mich schon auf`s Abfüllen in Gläser und auf`s Beschriften, das erste Honigbrot und natürlich auf das Verschenken an die Nachbarn ...♥


 

Donnerstag, 28. April 2016

Pflanzenflut

Ich freue mich schon wahnsinnig auf die Gartensaison, die bei uns eigentlich erst richtig mit dem Auspflanzen meiner Tomaten beginnt. Gerade sieht es allerdings nicht wirklich so aus, als ob der Winter sich verabschieden möchte. Wir haben fast Mai und ich will keinen Schnee mehr, außerdem passt die Winterjacke auch nicht mehr richtig! 
Meine Pflänzchen (auch die Sämereien vom Pflanzensamenkreisel), die allesamt wunderbar gedeihen,  sind somit also noch auf der Fensterbank in Küche untergebracht und die Paprika im Wohnzimmer. Obwohl es da eigentlich viel zu warm ist, aber mangels Alternativen müssen die da durch und wir hoffen das beste. Vor den Eisheiligen pflanzen wir die Pflanzen nie ins Freie. Ist uns zu riskant ... warten wir also noch ein bisschen auf den Frühling :).
Besonders gespannt bin ich dieses Jahr auf die Reisetomate und den Gewürzpaprika und, ob alle selbstgewonnenen Sämereien das werden, als was ich sie ausgesäht habe.





Edit: Hier ein tolles Video zum Pikieren von Tomaten (auch wenn`s schon zu spät ist, aber für nächstes Jahr)

Dienstag, 26. April 2016

Rotweinessig

Vor ca. einem Jahr habe ich einen Rotweinessig angesetzt. Ich habe 3,5l Rotwein gekauft, ein paar Tage offen stehen lassen, damit der Schwefel entfleucht und dann mit ca. 300ml Wasser aufgefüllt. Dann durfte er abgedeckt stehen und stehen und stehen. Er hat mich sehr viel mehr Geduld gekostet, als der Quittenessig (mittlerweile teilweise abgefüllt). 
Erst im Dezember fing er an, eine Mutter zu bilden. Diese hat nun aber eine stattliche Größe erreicht. Ich möchte den Essig gar nicht abfüllen, weil mir der Anblick dieser massiven Ansammlung von Mikroorganismen so gut gefällt. Mindesten 2cm ist die Schicht dick. Ein paar dünne Essigmütter sind abgesunken. Der Essig ist schön klar und rot. Auf den Geschmack bin ich schon gespannt. Toll wäre jetzt natürlich so ein tolles Essigfass aus Keramik. Da könnte man schön aus dem Zapfhahn ablassen und oben einfach Wein nachfüllen ... irgendwann mal :)