Dienstag, 20. September 2016

Wochenendbilder, etwas verspätet

Ein sehr entspanntes und produktives Wochenende liegt hinter uns. Der Sommerblütenhonig ist nun abgefüllt. Es waren übrigens nochmal 9kg Honig, den die fleißigen Bienchen uns eingebracht haben. Ein bisschen was vom Frühlingshonig haben sie schon wieder zurückbekommen und sind soweit ganz zufrieden. Dürfen sie auch sein nach 42kg!!!! Honig (von nur einem Volk). Wahrscheinlich Anfängerglück ... ;).
Unser Küchenfenster schrie nach Herbstdeko (das noch lautere "Putz mich!!!" wurde erfolgreich ignoriert). Also wurde der Sonntag zum Basteltag auserkoren und ein Herbstbaum ziert nun das Küchenfenster. Sieht richtig schön aus, aber leider verdeckt er nicht die ganzen Fliegenschi...e und Kleinkindschmierer. Die Tage bekommt er noch ein bisschen wehendes und fallendes Laub. Überhaupt war am Wochenende das perfekte Wetter um auf Herbst umzustellen. Endlich hat es abgekühlt. Zeit für Kerzen und Gemütlichkeit.
Den Baum habe ich aus meiner neusten Errungenschaft, einem uralten Bastelbuch, das ich schon in meiner Kindheit immer wieder aus der Bücherei ausgeliehen hatte. Zufällig habe ich es am Freitag im Secondhandladen entdeckt. Natürlich durfte es gleich mit nach Hause und steht nun beim großen Bruder im Bücherschrank. Besonders gefällt mir an den beiden Büchern, dass die Materialliste sehr einfach gehalten ist. Tonpapier, Tapeten, schlichtes Transparentpapier ... so macht mir Basteln spass.
Dann habe ich noch meine Dattel-Lieferung freudig in Empfang genommen. Die letzten Datteln fand ich nicht so prall. Deshalb diesmal wieder zu Israel Spezialitäten. Da schmecken sie einfach super. Und nein, ich bekomme dafür keine extra Nascherei, ich finde die Datteln von dort wirklich so lecker. Auf die Becher bin ich schon gespannt. Frische Datteln habe ich schon probiert, aber diese Barhi Datteln noch nie. Mit den 10kg Medjoul kommen wir nun hoffentlich durch`s restliche Jahr.








Freitag, 16. September 2016

Reines Haferbrot

Ich muss zugeben, diese glutenfreie Geschichte stimmt mich manchmal doch recht schwermütig. Seit zehn Jahren backe ich unser tägliches Brot selbst und nun wäre es ohne besser (vielleicht)?! Auf Nudeln kann ich gut verzichten, aber eine dicke Scheibe rustikales Bauernbrot ... die vermisse ich jeden Tag. Hirsebrot, Reisbrot, Buchweizen ... und dazu eine Zutatenliste fast so lang wie das alte Testament. Nee, das mag ich nicht. Deshalb esse ich fast nur noch Frühstücksbreie oder Obst. 
Wie gut, dass es den Plötz gibt. Bei ihm habe ich das "reine Haferbrot" entdeckt und nun schon mehrfach gebacken. So bekomme ich wenigstens ab und zu meine paar Scheiben Brot, wenn auch kein Bauernbrot und wenig rustikal, so ist es doch sehr lecker. Und mit den Haferflocken von Bauckhof sogar glutenfrei. Allerdings vertrage ich es auch gut mit normalen Haferflocken. Hoffentlich experimentiert Lutz Geißler noch häufiger mit reinem Hafer und Saaten und Nüssen ... Brötchen wären noch toll.

Diesmal habe ich das Rezept etwas verändert



Haferbrot mit Saaten

Sauerteig (Stehzeit hier 15h bei ca.21°C)

  • 200 g Haferflocken Kleinblatt
  • 250 g Wasser (50°C)
  • 40 g Anstellgut
  • 4 g Salz
Brühstück

  • 150 g Haferflocken Großblatt
  • 25g Chiasamen
  • 25g gequetschter Leinsamen
  • 50g Sonnenblumenkerne
  • 400 g Wasser (siedend)
  • 17 g Salz
Die Haferflocken und das Salz mit siedendem Wasser verrühren und 4-12 Stunden bei 5-6°C lagern (hier so lange bis der Sauerteig reif war)
Hauptteig

  • Sauerteig
  • Brühstück
  • 400 g Haferflocken Großblatt
  • 100g Reisflocken
  • 100g Buchweizenmehl
  • 400 g Wasser (40°C)
  • 10 g Frischhefe

Die Hauptteigzutaten mit Wasser 5 Minuten auf niedrigster Stufe und 5 Minuten auf zweiter Stufe zu einem homogenen Teig verarbeiten, dann 5 Minuten auf niedrigster Stufe ggf. noch etwas Wasser nachschütten. Ich brauchte kein Wasser mehr. Der Teig muss sehr feucht und klebrig sein. Er läßt sich nicht mehr formen.
Den Teig in eine gefettete und mit Haferflocken ausgekleidete 1,5g-Kastenform  (oder zwei 750g Formen, die habe ich noch nicht) geben. Mit Wasser glattstreichen und Haferflocken aufstreuen.
Ca. 60 Minuten Gare bei 24°C, fast Vollgare (bei mir waren es ca. 90 Minuten)
Bei 250°C fallend auf 200°C 65-75 Minuten (hier 80 Min.) mit viel Schwaden backen. 
Ich habe die letzten 30 Minuten ohne Form gebacken.



Und dieses Brot stimmt mich auch schon wieder richtig zufrieden. Es schmeckt sooo gut :D, danke Plötz!
Einen Teil des Brotteiges backe ich in TwistOff- Gläser. So hält es länger und die Familie muss nicht immer das gleiche Brot essen wie ich.
 

Dennoch werde ich mir für die Zukunft kleine Brücken einbauen. Ein Leben lang ohne Gluten ist für mich doch eine Ewigkeit zu lange.
Außerdem bin ich der Meinung, dass die größte Selbstheilungskraft aus der Zufriedenheit und nicht aus der Glutenfreiheit wächst...

Montag, 12. September 2016

Tomatenliebe

Ein bisschen wehmütig war ich kurz vor der Abreise nach Kroatien. Zum einen wegen unserer Tiere, zum anderen wegen meiner wahnsinnig vielen Tomaten. Als wir aufbrachen, hat die Ernte quasi gerade begonnen. Klar, ein paar kleine Sorten konnten wir schon lange vorher ernten, aber die großen Ochsenherzen und Fleischtomaten, die wurden genau da reif. 



Umso mehr freute ich mich, als mich nach dem Urlaub nicht nur fröhliche Tiere begrüßten, sondern auch noch gute 8kg große, kleine und bunte ... Tomaten erwarteten. 
Also habe ich bis jetzt mindestens 12kg Tomaten zu einer leckeren Tomatensoße eingekocht, bzw. gebacken und somit bis nächstes Jahr ausgesorgt. Den Zucker im Rezept konnte ich mir sparen, die Tomaten sind süß genug. Auch waren genug Tomaten zum Trocknen übrig. Die habe ich in Öl eingelegt und hoffe, dass sie nun bis wenigstens Dezember halten.
Einige wenige Sträucher musste ich schon entsorgen, die Braunfäule hat umsich geschlagen. Aber die meisten stehen noch. 
Meine liebsten Sorten dieses Jahr sind die kleine Primavera. Eine ganz einfache Cocktailtomate, die richtig süß und aromatisch ist. Außerdem total robust und ein wahrer Massenträger. Fast genauso beliebt ist die Yellow Submarine, auch ein robuster Massenträger in handlicher Größe. Überhaupt mag ich diese kleinen süßen Sorten total gerne, allein schon, weil sie so toll in die Brot.Büchsen der Kinder passen.
Es gibt immer noch einige Kilo Tomaten zu verarbeiten. Nur fehlen mir Ideen. Getrocknet habe ich schon, Soße ist eingekocht. Probieren möchte ich noch ofengeröstetes Ketchup. Ich wäre also sehr dankbar über erprobten Input :).


Samentütchen sind übrigens schon gepackt, bzw. die Samen durchlaufen gerade eine Keimprobe. Bin schon am gucken, wo es dieses Jahr eine Samentauschaktion gibt. Ich wäre bereit ;).

Samstag, 10. September 2016

Zurück

Hach war das schön! Zwei Wochen Kroatien. Herrliches Wetter und zufriedene Kinder. Minikindgeburtstag im Urlaub (jetzt ist er schon 5 !!!). Viele Likörchen getrunken (ja, die Kroaten sind sehr gastrfreundlich und da gehört der Likör dazu). Unsere Ferienwohnung war 50m vom Meer entfernt. Mit den Kindern total praktisch.


Wir haben langsam gemacht und sind die meiste Zeit mit den Kindern am Wasser gewesen, Muscheln und vor allem Rasselsteine sammeln. Haben den ersten unschönen Kontakt mit einem Seeigel veratmet und andere kleine und weniger schmerzhafte Meeresbewohner entdeckt. Das Wasser ist sooo blau gewesen. Über die Mittagszeit waren wir meist in der Wohnung, zu heiß draussen.
Gleich die ersten drei Nächte und Tage nach Ankunft in Starigrad-Paklenica durften wir richtig heftige Fallwinde(Bora) miterleben. Ich dachte echt, das Dach deckt`s ab. So einen Sturm habe ich seit Ewigkeiten nicht mehr erlebt. War ein Erlebnis. Nur am Wasser musste man den Kleinsten festhalten, damit er uns nicht davon fliegt.








Besonders beeindruckt waren die Kinder vom Paklencia Nationalpark, d.h. von den vielen Kletterern dort. Ist aber auch cool, wie die so ganz ohne Angst die steilen Felswände hochhangeln. Jetzt spielen die Jungs mit ihren Kuscheltiere immer klettern und Humpijumpi (Bungeejumping). Auf den Spuren Winnetous haben wir leider nur am Rande des Paklenica gekratzt. Wie toll wäre es, dort mehrere Tage zu wandern ...




Dann waren wir noch im Salzmuseum Nin und haben uns die Salzbecken erklären lassen und die leckeren Salzblumen mit nach Deutschland genommen. Ich bin der absolute Salzjunkie, leider (oder zum Glück). Nun haben wir einen Salzvorrat für mehrere Jahre.




Salzpflanze (Halophyt)
Zadar haben wir besucht. Es war die nächstgrößere Stadt in der Nähe. Sogar zweimal waren wir dort, weil wir sie so toll fanden. Eine wunderschöne Altstadt mit kleinen Gassen, wie man es vom Süden erwartet. Leider waren wir wegen der Kinder nur tagsüber dort, aber man konnte erahnen, wie cool es am Abend sein muss. Mit Musik und bunten Lichtern.
Die Meeresorgel, ein bekanntes Bauwerk von Zadar, klang sehr gewöhnungsbedürftig. Aber orginell zugegeben. Leider haben wir genau die nicht fotografiert ... aber dafür genug anderes :)




 
Lange in Erinnerung wird mir der Geschmack von frischen Feigen bleiben. So saftig, so süß. Nie zuvor habe ich solche leckeren Feigen gegessen. Auch der Knoblauch dort hat sehr viel mehr Aroma als der, den wir hier zu kaufen bekommen. Natürlich habe ich mir gleich genug Zehen zum Stecken mitgenommen. Hoffentlich wachsen sie gut.
Die letzte Feige gabs auf dem Nachhauseweg ...


Wir werden ganz sicher wieder nach Kroatien fahren. Alle sind so nett und gastfreundlich. Wir haben uns dor sehr wohl gefühlt.

Donnerstag, 18. August 2016

Urlaubsreif

Nachdem ich nun noch schnell den Zuckerhut ins Beet gepflanzt habe und meine Tomaten im Ofen vor sich hinrösten sitze ich hier vor meinem gepackten Chaos und gönne mir einen leckeren Saft, um nicht ganz aus der Puste zu kommen. 
Der Mann arbeitet noch bis morgen Nachmittag und morgen Nacht gehts schon los gen Süden. Wird also noch mal kurz stressig für alle, bevor wir dann Samstag Abend unseren Ar... in die kroatische Sonne strecken können. 

Mittwoch, 17. August 2016

Geschenkt!

Meine Einkaufsliste fällt diese Woche sehr minimalistisch aus. Wir fahren Freitag Nacht in Urlaub und bis dahin muss der Kühlschrank möglichst aufgegessen sein. Um den Restinhalt kümmern sich dann meine Eltern. Was aber immer, immer und immer im Haus sein muss sind Bananen. Mindestens 6kg davon futtern mir die drei gierigen Raupen in der Woche weg. Umso mehr habe ich mich heute gefreut, als wunderbar reife Bananen mit dem Hinweis  "zum Mitnehmen" vor dem Ed..ka auslagen. 
Vor mir hat eine Mutter ihrem kleinen Sohn erklärt, ".. die Bananen kann man nicht mehr essen, die sind faul...". Wie schade, der kleine Junge fand genau diese Bananen intuitiv ansprechend. Bekommen wird er später halb grüne Bananen.
Diese Woche muss ich nun gute 2kg Bananen weniger kaufen und meine Kinder essen diese "fauligen Bananen" am allerallerliebsten und ich auch :).
Ich würde mich sehr freuen, wenn man häufiger solches aussortierte Gemüse einfach mal mitnehmen könnte. Aber ja, die liebe Wirtschaft und so weiter ... . Gerade bei Lebensmittel mit Haltbarkeitsdatum haftet der Geschäftsinhaber selbst, wenn dem Verbraucher etwas nicht bekommt. Was die Sache nicht einfacher macht. Ich hätte da als Herr Edeka auch keinen Bock drauf. Wenigsten kann "die Tafeln" in manchen Geschäften noch brauchbares Essen abgreifen. Dieser enorme Müll an Lebensmittel ist Perversion in Reinstform.
Naja, heute freue ich mich über die leckeren reifen Bananen und bisher hat sie auch jeder vertragen und noch keiner ist beschwipst :D...



Dienstag, 16. August 2016

Gartenglück und Wochenende

Der Sommer ist zurück und hat uns ein wunderschönes Wochenende beschert. Nachdem wir von Freunden leider versetzt worden sind haben wir uns trotzdem ein paar schöne Stunden am Lagerfeuer gegönnt.
Ich musste natürlich wie immer an meinen Pflänzchen rumzupfen und habe mich besonders über meinen reichen Tomatensegen gefreut. Still sitzen gehört nicht zu meinen Stärken, noch nie.
Viele Leckereien gab es, zuckersüße Tomaten aus dem eigenen Garten, Salate, Katoffelspalten, Krakenwürstchen für die Männer  ... aber besonders die veganen Schokobrownies aus schwarzen Bohnen waren/sind hier der Renner. Da kann man auch mal ohne schlechtes Gewissen zweimal zugreifen :).







Schokobrownies vegan und glutenfrei

300g schwarze Bohnen (trocken)
Über Nacht in einer Schüssel Wasser und 1TL Natron einweichen. Am nächsten Tag abgießen, abspülen und in ausreichend Wasser ca. 40-45 Minuten weich kochen.

7 Medjool Datteln oder 14 Deglet Nour Datteln  (ebenfalls für ein paar Stunden in Wasser einweichen)

2EL Leinsamen mahlen und mit 10EL Wasser quellen lassen (Eiersatz)
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weiche, abgekühlte Bohnen
abgetropften Datteln
Eiersatz

2EL flüssiges Kokosöl
80g Kakao
1/2 P. Backpulver
1Pr. Salz
Mark einer Vanilleschote
evtl. mit Dattelsirup, Agavendicksaft ... nachsüßen
alles mit dem Pürierstab zu einer homogenen Masse pürieren. Es dürfen keine Bohnenstücke mehr übrig sein. Dann eine
1/2 Tasse gehackte Walnüsse dazu geben und unterrühren.

Die Masse in eine gefettete Auflaufform geben und bei 175°C ca. 30-35 Minuten backen.

Nach dem Backen mit veganer Schokolade verzieren, wenn man mag. Man kann auch vor dem Backen noch gehackte nüsse auf dem Teig verteilen.
Ich benutze diese Auflaufform.