Donnerstag, 1. Dezember 2016

Dezember

Und schon ist er da, der Dezember und mit ihm der Advent. Ich liebe die Adventszeit und hoffe, wie jedes Jahr, dass der Schnee bald kommt. In der Zwischenzeit vertreiben wir uns mit köstlichen Leckereien, Tee und tollen Kinder.Winter.Büchern die Zeit und warten ... auf den Geburtstag des Ältesten, auf den Nikolaus, auf`s Christkind, Silvester und den Schnee.
Die ersten Plätzchen sind gebacken und es sollen noch ein paar folgen. Dieses Jahr alle vegan. 
Gestern wurden vom Mann und mir noch 72 kleine Adventskalendersäckchen befüllt und haben heute kleine Kinderaugen zum Leuchten gebracht. 
Ganz fest habe ich mir heuer vorgenommen diesen Advent besinnlich und ruhig zu gestalten. Nicht in den vorweihnachtliche Stressmodus zu rutschen. Die letzten vier Wochen des Jahres einfach nur in Ruhe genießen. Das habe ich mir vorgenommen.

Euch allen wünsche ich eine 
wunderbare und besinnliche Adventszeit mit Euren Lieben


Sonntag, 13. November 2016

Angesteckt! Tag 1!

Immer mehr Rezepte, vor allem Brotrezepte, mit Lievito Madre kreisen durchs große www. Lange habe ich mich beherrscht, um nicht noch einen kleinen Mitbewohner mehr in meinem Kühlschrank zu beherbergen. Aber jetzt hat mich doch die Lust gepackt. Ich züchte mir nun auch einen Lievito Madre. Zu verlockend, der Gedanke keine Hefe mehr für den sonntäglichen Zopf oder die Brötchen zu benötigen. Die Anleitung habe ich mir von hier gemopst und heute ist Tag 1

Bin gespannt ... :D



Update 10.11.: Schimmelalarm - Neustart 
Update 12.11.: Schimmelalarm 2.0 - keine Ahnung, warum`s nix werden will. Ich geb` vorerst aus :(

Sonntag, 6. November 2016

Unser Herbst

Naja, ein Teil davon, denn er geht ja zum Glück noch ein bisschen. Zur Zeit ist es aber am schönsten. Bunte Farben, die Ernte sicher eingelagert, heißer Tee und leckere Kuchen, leuchtende Kerzen und lange Spaziergänge an der frischen Luft bei tollstem Herbstwetter. Geregnet hat es die letzten Wochen recht wenig. Finde ich gut. Gerade wird es schnuddeliger und der Regen läßt viele Blätter fallen. Aber auch das gehört zum Herbst. 
Wie jedes Jahr habe ich das Gefühl, gar nicht genug Farben für den Winter sammeln zu können und doch breitet sich eine Zufriedenheit in mir aus, wenn ich durch den bunt belaubten Wald spaziere. Ein Genuss, den ich mir täglich erlaube. Entspannend und bereichernd. Man kann seinen Gedanken nachhängen und einfach sein...


Knapp 2000km sind wir heuer schon gewandert. Langsam lösen sich meine 7.Meilen.Stiefel auf. Aber 1000km schaffen wir noch ;)






Meine Jungs klettern hier auf einem der ältesten Bäume Deutschlands. Der Kunigundenlinde in Burgerroth. Wer mal in die Nähe (Würzburg) kommt, sollte sich diesen sagenumwobenen Baum aus der Nähe ansehen. Er hat mich total beeindruckt, wie ganz sicher schon viele, viele Menschen vor mir...





tonnenweise Apfelbrei wurde eingekocht


 ganz klar, Laternenbasteln 

 
Emmerlein von Günther Weber, wir lieben es

   
Blechlebkuchen von Frische Brise, für uns veganisiert. Echt lecker und wahnsinnig schnell gemacht. Den Teig darf man allerdings nicht zu glatt rühren, sonst fällt der ganze Kuchen nach dem Backen zusammen.



Montag, 17. Oktober 2016

Apfelernte

Wie jedes Jahr. Die Äste biegen sich vor lauter Früchten und wir gehören, wie immer, zu den letzten, die sie von ihrer Last befreien. Die meisten haben ihre Bäume schon vor Wochen geschüttelt. Nun sind auch unsere bereit für die wohlverdiente Winterruhe.
Die Äpfel kommen zum größten Teil zum Entsaften und die schönsten werden für den Winter eingelagert. Ein "paar" Eimer werden außerdem zu Apfelmus und getrockneten Apfelringen verarbeitet. Wie ich den Herbst liebe ... ♥


Mittwoch, 12. Oktober 2016

12 von 12

Meistens ist es so, wenn Blogs ruhen, sind die Menschen dahinter schwer beschäftigt. So auch hier.
Ich habe wieder zu arbeiten begonnen, wieder im Bioladen (ein anderer und damit bin ich sehr zufrieden), und Kinder, Hof und Tiere wollen natürlich auch ihre Aufmerksamkeit. So bleibt mein Blog ein bisschen auf der Strecke. Derzeit anders leider nicht machbar.
Umso mehr freut es mich, dass ich heute zum allerersten Mal an  die 12 von 12 gedacht habe :). 

Viel Spaß ...

... der Tag beginnt mit Pausenvesper richten. Der Mittlere nimmt nie etwas mit zur Schule. Angeblich keine Zeit zum Essen und keinen Hunger. Er frühstückt aber immer sehr gut.



Nach den Kids ist der Hund dran. Ich nutze den täglichen Spaziergang im Herbst immer gerne, um Nußvorräte aufzustocken und Äpfel für die nächsten Tage zu holen. Unsere eigenen Äpfel sind erst in sechs Wochen genussreif. Was für ein Glück, dass ich im Umkreis genug Apfelbäume kenne, die zum sofortigen Verzehr geeignet sind. Da die eh niemand mag, pflücke ich mir immer genug für die Woche in meinen Rucksack.


 Zu Mittag gab es heute Chili sin Carne, mit Süßkartoffeln - lecker ...



Hausaufgabenbetreuung, nicht gerade meine Lieblingsbeschäftigung. Aber die Kinder werden auch nicht gefragt ...


Fenster putzen, ich mag es einfach nicht. Aber irgendwann muss es halt doch passieren.


Schäfchen beobachten und füttern. Die betteln den ganzen Tag nach Äpfeln. 



Auch die Hühner haben hunger.


Darüber freue ich mich besonders. Unser Sanddorn trägt seit zwei Jahren reichlich Beeren. Nächste Woche gibt es Quitten-Sanddornkonfitüre. Sanddorn-Kürbis Konfitüre steht schon fertig im Regal. Er ist gerade so sauer und so reif :) 



Das wartet schon etwas länger. Mir sind meine letzten Tomaten verbrannt. Echt schade. Zum Glück ging die Sauerei leichter zu reinigen als gedacht. 



Kinder ins Bett bringen ...


 Lieblingsabendbeschäftigung, so beruhigend ...


Und wer sagt, dass Wolfhunde keine Ofenhunde sind?! 


Dienstag, 20. September 2016

Wochenendbilder, etwas verspätet

Ein sehr entspanntes und produktives Wochenende liegt hinter uns. Der Sommerblütenhonig ist nun abgefüllt. Es waren übrigens nochmal 9kg Honig, den die fleißigen Bienchen uns eingebracht haben. Ein bisschen was vom Frühlingshonig haben sie schon wieder zurückbekommen und sind soweit ganz zufrieden. Dürfen sie auch sein nach 42kg!!!! Honig (von nur einem Volk). Wahrscheinlich Anfängerglück ... ;).
Unser Küchenfenster schrie nach Herbstdeko (das noch lautere "Putz mich!!!" wurde erfolgreich ignoriert). Also wurde der Sonntag zum Basteltag auserkoren und ein Herbstbaum ziert nun das Küchenfenster. Sieht richtig schön aus, aber leider verdeckt er nicht die ganzen Fliegenschi...e und Kleinkindschmierer. Die Tage bekommt er noch ein bisschen wehendes und fallendes Laub. Überhaupt war am Wochenende das perfekte Wetter um auf Herbst umzustellen. Endlich hat es abgekühlt. Zeit für Kerzen und Gemütlichkeit.
Den Baum habe ich aus meiner neusten Errungenschaft, einem uralten Bastelbuch, das ich schon in meiner Kindheit immer wieder aus der Bücherei ausgeliehen hatte. Zufällig habe ich es am Freitag im Secondhandladen entdeckt. Natürlich durfte es gleich mit nach Hause und steht nun beim großen Bruder im Bücherschrank. Besonders gefällt mir an den beiden Büchern, dass die Materialliste sehr einfach gehalten ist. Tonpapier, Tapeten, schlichtes Transparentpapier ... so macht mir Basteln spass.
Dann habe ich noch meine Dattel-Lieferung freudig in Empfang genommen. Die letzten Datteln fand ich nicht so prall. Deshalb diesmal wieder zu Israel Spezialitäten. Da schmecken sie einfach super. Und nein, ich bekomme dafür keine extra Nascherei, ich finde die Datteln von dort wirklich so lecker. Auf die Becher bin ich schon gespannt. Frische Datteln habe ich schon probiert, aber diese Barhi Datteln noch nie. Mit den 10kg Medjoul kommen wir nun hoffentlich durch`s restliche Jahr.








Freitag, 16. September 2016

Reines Haferbrot

Ich muss zugeben, diese glutenfreie Geschichte stimmt mich manchmal doch recht schwermütig. Seit zehn Jahren backe ich unser tägliches Brot selbst und nun wäre es ohne besser (vielleicht)?! Auf Nudeln kann ich gut verzichten, aber eine dicke Scheibe rustikales Bauernbrot ... die vermisse ich jeden Tag. Hirsebrot, Reisbrot, Buchweizen ... und dazu eine Zutatenliste fast so lang wie das alte Testament. Nee, das mag ich nicht. Deshalb esse ich fast nur noch Frühstücksbreie oder Obst. 
Wie gut, dass es den Plötz gibt. Bei ihm habe ich das "reine Haferbrot" entdeckt und nun schon mehrfach gebacken. So bekomme ich wenigstens ab und zu meine paar Scheiben Brot, wenn auch kein Bauernbrot und wenig rustikal, so ist es doch sehr lecker. Und mit den Haferflocken von Bauckhof sogar glutenfrei. Allerdings vertrage ich es auch gut mit normalen Haferflocken. Hoffentlich experimentiert Lutz Geißler noch häufiger mit reinem Hafer und Saaten und Nüssen ... Brötchen wären noch toll.

Diesmal habe ich das Rezept etwas verändert



Haferbrot mit Saaten

Sauerteig (Stehzeit hier 15h bei ca.21°C)

  • 200 g Haferflocken Kleinblatt
  • 250 g Wasser (50°C)
  • 40 g Anstellgut
  • 4 g Salz
Brühstück

  • 150 g Haferflocken Großblatt
  • 25g Chiasamen
  • 25g gequetschter Leinsamen
  • 50g Sonnenblumenkerne
  • 400 g Wasser (siedend)
  • 17 g Salz
Die Haferflocken und das Salz mit siedendem Wasser verrühren und 4-12 Stunden bei 5-6°C lagern (hier so lange bis der Sauerteig reif war)
Hauptteig

  • Sauerteig
  • Brühstück
  • 400 g Haferflocken Großblatt
  • 100g Reisflocken
  • 100g Buchweizenmehl
  • 400 g Wasser (40°C)
  • 10 g Frischhefe

Die Hauptteigzutaten mit Wasser 5 Minuten auf niedrigster Stufe und 5 Minuten auf zweiter Stufe zu einem homogenen Teig verarbeiten, dann 5 Minuten auf niedrigster Stufe ggf. noch etwas Wasser nachschütten. Ich brauchte kein Wasser mehr. Der Teig muss sehr feucht und klebrig sein. Er läßt sich nicht mehr formen.
Den Teig in eine gefettete und mit Haferflocken ausgekleidete 1,5g-Kastenform  (oder zwei 750g Formen, die habe ich noch nicht) geben. Mit Wasser glattstreichen und Haferflocken aufstreuen.
Ca. 60 Minuten Gare bei 24°C, fast Vollgare (bei mir waren es ca. 90 Minuten)
Bei 250°C fallend auf 200°C 65-75 Minuten (hier 80 Min.) mit viel Schwaden backen. 
Ich habe die letzten 30 Minuten ohne Form gebacken.



Und dieses Brot stimmt mich auch schon wieder richtig zufrieden. Es schmeckt sooo gut :D, danke Plötz!
Einen Teil des Brotteiges backe ich in TwistOff- Gläser. So hält es länger und die Familie muss nicht immer das gleiche Brot essen wie ich.
 

Dennoch werde ich mir für die Zukunft kleine Brücken einbauen. Ein Leben lang ohne Gluten ist für mich doch eine Ewigkeit zu lange.
Außerdem bin ich der Meinung, dass die größte Selbstheilungskraft aus der Zufriedenheit und nicht aus der Glutenfreiheit wächst...