Montag, 16. Oktober 2017

Wochenende

Ein wunderbares, ausgefülltes Wochenende liegt hinter mir. Und das obwohl ich seit Samstag etwas herumkränkel. 
Freitag Mittag ging es los zum Backkurs. Wieder einmal Hans Som. Diesmal "Nachtruhe". Natürlich ohne Foto, denn ich habe nie einen Foto dabei, wenn ich ihn bräuchte. Und nein, ich habe immernoch kein Handy ;). Es wurden also "Übernacht"-Teige vorbereitet ohne Ende, d. h., Hans Som hat sie vorbereitet und der Rest guckte zu. 


Diese Tonnen an vorbereitetem Teig wurden dann Samstags verarbeitet zu zig Broten, Croissants, Brioche und holländischem Honigkuchen/Frühstückskuchen. Der Frühstückskuchen hat mich total überrascht. Ich hätte nicht gedacht, dass der so lecker ist. Obwohl ich auch denke, Hans Som hat die Zuckermenge etwas dem deutschen Gaumen angepasst ;). 


Es war wirklich sehr schön auf dem Seminar, dennoch denke ich, es war mein letzter Ausflug zu den Som-Seminaren. Irgendwann muss gut sein.
Zu Hause angekommen musste ich mich unbedingt noch etwas bewegen, auch deshalb, weil ich den Pilzkorb meines Mannes erblickte. Also ab in den Wald und die Körbchen füllen. 
Hauptsächlich Reizker und Herbsttrompeten haben wir gefunden. Die Trompeten wurden, wie immer getrocknet, die Reizker eingelegt. In Öl mit Gewürzen. Noch nie gemacht, wir sind gespannt. Die Tage sollen noch sauer eingelegte Reizker folgen.


Sonntag waren wir dann wieder in den Pilzen, zusammen mit den Kindern. Auch sie sollen lernen die Guten von den Schlechten zu unterscheiden. Das ist uns sehr wichtig. Am besten lernt man von erfahrenen Pilzsammlern. Bücher sollten nur eine Ergänzung sein. Auch wir fragen beim Pilzsachverständigen in der Umgebung nach, wenn wir unsicher sind.


Naja, und zwischendrin war ich am Auskurieren. 
Die Woche wird voll und das Wetter bleibt auch noch schön, also den Herbst genießen, so lange er uns so verwöhnt.






Donnerstag, 12. Oktober 2017

Teilen♥Tauschen♥Freude schicken

Ich liebe sie, die spätsommer- und herbstlichen Samentauschaktionen. Ich weiß gar nicht mehr, wie viele Samen ich heuer schon verschickt und auch getauscht habe.





Natürlich sollte man nur samenfestes Saatgut verschicken, ganz klar.
Denn nur so kann man sich auch sicher sein, dass ein Pflänzchen wächst, was annähernd die Eigenschaften und die Gestalt der Elternpflanze hat. Dank unserer kleinen Insekten sind natürlich immer kleine Variationen möglich. Aber gerade die machen es auch so spannend. Den Einheitsbrei bekommt man schließlich zu genüge im Geschäft. 


Sucht euch Samentauschaktionen im Netz oder in eurer Nähe. Sprecht gleichgesinnte Gartenfreaks an. Es gibt viele Möglichkeiten um an "ehrliches" Saatgut zu kommen. Tauschen macht so viel Freude und der Garten wird so Jahr für Jahr ein Stückchen bunter


Wem Tauschen zu aufwendig ist hier Bezugsquellen für samenfestes Saatgut: 
 

Montag, 9. Oktober 2017

Kostbares Gut ...

oder jetzt schon an morgen denken!
Noch liegt es da, in seiner ganzen bunten Pracht. Das Herbstlaub. Alle lieben es. Den Geruch, das Rascheln und die Farben. Doch lange liegt das Laub meist nicht. Es wird entfernt und oftmals kompliziert entsorgt.



Schade! Denn wer einen Garten hat sollte sich über diese Hülle und Fülle an Mulch- und Kompostmaterial freuen. Gerade Beerensträucher und Erdbeeren, die ohnehin Waldbewohner sind freuen sich riesig über den Blätterschutz, der gleichzeitig den Boden nährt, locker macht und garantiert nicht fault.


Ich mulche im Herbst alle "leeren" Gartenflächen und Blumenbeete mit Laub. Richtig dick. Dadurch kann ich mir das Umgraben sparen, was ohnehin nur das an die Oberfläche holt, was lieber unten bleiben sollte.


Auch wer ein neues Beet anlegen möchte kann sich jetzt über die Laubflut freuen. Einfach das Gras an gewünschter Stelle kurz abmähen, mit unbehandelten bzw. unbedruckten Kartons belegen (ich habe das auch schon ohne Kartons gemacht) und mit einer dicken Schicht Blätter, Kompost und Mist belegen und über den Winter verrotten lassen. Oder eben nur mit ganz dick Laub, geht auch. 

Wer die Möglichkeit hat, sollte das Mulchmaterial schreddern. Dann vergeht es um ein vielfaches schneller. Ich habe ein solches Gerät aber nicht und werde mir auch vorerst keines zulegen. Die Zeit macht es ebenso gut. Im Frühjahr dann mit Salat, Gurken oder Kürbissen bestücken und sich freuen. Auf diesem Beet nicht wirklich geeignet sind Karotten oder anderes Gemüse, was gerade, dicke und tiefe Wurzeln ausbilden soll. Dazu müsste man einfach noch ein Jahr warten.

Weniger gut geeignet sind Walnuß-, Eichen-, Buchen- oder Kastanienlaub. Aufgrund ihres hohen Gerbstoffanteils sind diese Laubarten nur für Pflanzen geeignet, die sauren Boden lieben, wie Rhododentron oder Hortensien.

♥Also, ran an`s Laub♥

Montag, 2. Oktober 2017

Liebstes Aufstrichrezept 2017

Wie versprochen möchte ich mein liebstes Aufstrichrezept 2017 mit euch teilen. Es ist einfach perfekt, um die restliche Ernte im Spätsommer bzw. Herbst zu "verwurschteln", und so für den Winter ein paar Sommer.Sonnen.Strahlen einzufangen, wenigstens kulinarisch ;)
Übrigens kommt er aus Rumänien. Aber je nach Zusammensetzung ist er im gesamten Balkangebiet zu finden und hört auf Namen wie Ljutenica oder auch Pindjur oder Ajvar :D



Zacusca
  • 2kg Paprika, bevorzugt rot
  • 2kg Auberginen
  • 1kg Zwiebel
  • 600g Karotten
  • 1500g Tomaten
  • 300ml Olivenöl
  • 6 Lorbeerblätter
  • Salz, Pfeffer, Agavendicksaft
  • evtl. frische Petersilien
Paprika im Backofen rösten, die Haut darf ruhig schwarz sein. Auberginen einstechen und ebenfalls im Backofen rösten, bis sie weich sind.
In der Zwischenzeit die Zwiebel würfeln und in etwas Olivenöl glasig anbraten. Nicht dunkel. Karotten raspeln und zu den Zwiebeln geben. Ca. 30 Minuten weich braten bzw. dünsten, ggf. etwas Öl nachschütten, es darf nichts anbrennen.
Währenddessen die Paprika häuten und klein schneiden. Ebenso die Aubergine aus ihrer Schale lösen und mit dem Messer klein schneiden.
Nun die Paprika, Auberginen und  Lorbeerblätter zu den Zwiebeln/Karotten geben. Gewürfelte Tomaten dazu und das ganze so lange einkochen lassen, bis die Masse schön eingedickt ist. Bitte zwischendurch immer rühren. Es darf nie anbrennen. Wer mag kann den Aufstrich auch 4-5h im Backofen einkochen lassen.
Wenn die richtige Konsistenz erreicht ist schmecke ich alles mit Salz, Pfeffer und dem Agavendicksaft ab. Gebe die frische feingehackte Petersilie dazu und rühre das restliche Olivenöl unter. Nun fülle ich den Aufstrich in Gläser ab und koche ihn nochmals 1h/100°C ein. Hält ewig und schmeckt super auf geröstetem Weißbrot. Aber auch auf dunklem Brot mag ich es sehr gerne.

-Wer mag, kann die Tomaten vorher häuten. Mich stört die Schale aber nicht und ich spare mir die Arbeit gerne ;).
-Wer Schärfe mag kann auch noch Chilis mit in den Aufstrich packen.
-Ich mag außerdem gerne etwas Paprikapaste im Zacusca

Kleiner Tipp: In den Aufstrich fließt wahnsinnig viel Energie. Darum wäre es ratsam, gleich die doppelte Menge zu zuzubereiten.


Sonntag, 24. September 2017

Gartenbilder

Im Grunde war es ein gutes Gartenjahr bis jetzt. Klar, die Tomaten haben ziemlich was abbekommen, aber der Ertrag reicht(e) dennoch um genug Vorrat einzukochen. Immernoch stehen hier einige Kilos zum Einmachen in meiner Küche. Aber das Ende ist leider in Sicht.
Heute durften die Pastinaken aus ihrem Beet. Die sind toll geworden und nächstes Jahr gibt es mehr davon. Kartoffelernte läuft immernoch. Bin froh, wenn sie dann alle geerntet sind. Im Bild "finnische Mandelkartoffeln" und die "Rosa Tannenzapfen". Die sind bei uns ehr Zäpfchen geworden und die Mandelkartoffeln hatten einen sehr, sehr geringen Ertrag.


Auch die Rote Bete hat richtig schöne Knollen ausgebildet und wurde schon eingelagert. 


Die Karotten sind die nächsten Tage dran. Die sind etwas ganz besonderes. Es sind Ochsenherzkarotten. Ochsenherzkarotten werden nicht lang, sondern sie bleiben kurz und werden dafür dick. Ich mag das. Die perfekte Rübe also für festen, (noch) verdichteten Boden. Die Sorte heißt "Duwicker Möhre". Davon dürfen einige Exemplare nächstes Jahr blühen. Ich brauche unbedingt mehr Saatgut ;).



Überhaupt ist die Samenernte gerade sehr aktuell. Das Tomatensaatgut ist "in trockenen Tüchern" und die Blumen schenken mir gerade Massen an Samen. Besonders die Kapuzinerkresse ist heuer besonders wuchs- und blühfreudig. Mittlerweile habe ich doch tatsächlich fast 100 Sorten an Tomaten in der Samenbox - verrückt!
Am tollsten ist es dann, wenn man aus all den bunten und ausgefallenen Köstlichkeiten ein Essen zaubern kann. Das schmeckt gleich doppelt so gut.









Ich habe über den Sommer viel eingemacht bzw. haltbar gemacht. Ein besonders leckeres Rezept möchte ich euch die Tage vorstellen. Die Ernte ist ja noch in vollem Gange und somit der perfekte Zeitpunkt, um noch das ein oder andere Rezept auszuprobieren :)



Donnerstag, 14. September 2017

Mein liebstes Tomatenrezept

Die Tomatensaison neigt sich dem Ende und wie jedes Jahr fällt mir das Loslassen unendlich schwer. Ich kann mich einfach nicht satt sehen an der schier nicht enden wollenden Farbenpracht. Und so sammle ich, wie auch der kleine Frederik, Farben für den Winter. Und natürlich auch dem Geschmack. 





Viele Tomaten wurden zu Passata und Soße eingekocht, Massen einfach pur vertilgt und so oft es nur geht, kommt unser Lieblings♥Tomaten♥Rezept auf den Tisch. 

 Gebackene Tomaten - so einfach wie gut!


Hach, wie werde ich dieses Essen das restliche Jahr vermissen. 
Ein Rezept mit Mengenangaben gibt es da auch gar nicht. Wichtig ist, an nix zu sparen! Schon gar nicht an sonnengereiften, bunten Tomaten ...

Ihr braucht:
eine Auflaufform, natürlich Tomaten(ich benutze hierfür gern die tollen aromatischen Fleischtomaten), viiiel Knoblauch, frische Kräuter (Rosmarin, Thymian, Salbei), reichlich Olivenöl, Salz und Pfeffer. Das war`s. Absolut überschaubar. Ein RatzFatz-Essen sozusagen.

Den Knoblauch aufstoßen, nicht schälen und großzügig in der Auflaufform verteilen. Dazu gesellen sich die bunten Kräuter (kleinzupfen unnötig) und auf dieses Knoblauch-Kräuterbett setzt ihr nun eure hübschen, halbierten Tomaten. 
Die werden nun gesalzen und mit viel Olivenöl übergossen.
Die Tomaten wandern nun für gute 30 Minuten bei 230°C Ober/Unterhitzte in den Ofen. Am Schluss gerne noch den Grill zuschalten, es dürfen Röstaromen entstehen ;). Dann aber gut aufpassen.
Kurz vor dem Servieren mit frisch gemahlenem Pfeffer bestreuen. 


Dazu ein knuspriges Baguette und dann gaaanz viel Sommergeschmack für den Winter sammeln :)

Übrigens auch kalt und durchgezogen ein Genuss! 

Dienstag, 12. September 2017

Die größte Tomate der Welt

Nicht ganz. Aber die größte Tomate aus meinem Garten
1099g purer Tomatengenuss
German Gold
süß- saftig - wenig Kerne und viel Fruchtfleisch - kaum Säure 
>Die darf nächstes Jahr ganz bestimmt wieder in mein Tomatenhaus einziehen. 
Trotzt übrigens tapfer der Braunfäule.







Aber auch diese rumänische Tomatensorte, deren Namen ich nicht kenne, ist ganz toll. Die perfekte Butter♥Brot♥Tomate. Saftig, tomatig, süß-würzig und groß mit leichter Säure und weicher Haut/Schale. Manchmal gerippt, manchmal ehr rund, aber immer lecker :)

 

Das Saatgut habe ich von einer rumänischen Arbeitskollegin meiner Schwester bekommen (ohne sie zu kennen). Einfach so. Sie hat die Samen aus ihrer Heimat mitgebracht. Was hab ich mich gefreut! Als Dank habe ich ihr von meinen Tomaten ein paar Lieblinge geschenkt und so entstand ein netter Pflanzentausch ganz zufällig :D

Übrigens gibt es im Netz auch immer wieder Samentauschaktionen. Mitmachen lohnt sich. Man lernt Gleichgesinnte kennen und tauscht Samen von häufig alten, samenfesten, oft ehr selten im Handel zu bekommenden Pflanzen. Ich liiiebe es ...