Montag, 31. August 2015

Tomatenglück

Ein kleiner Einblick in meine Tomaten. Ich liebe Tomaten in allen Farben und Formen. Beim Kleinen Gemüsekönig gibt es eine reiche Sammlung an Samen und zur Pflanzzeit auch Pflanzen unterschiedlichster Tomatensorten aus aller Welt. Ich bin froh, ihn in der Nähe zu haben, auch wegen der tollen Bruteier. Bei ihm kaufe ich jedes Jahr meine Pflänzchen. Nächstes Jahr möchte ich aber auch mal meinen selbstgewonnenen Samen ausprobieren.
Leider habe ich keine Ahnung mehr, was das alles für Tomaten sind, sorry. Außer unsere diesjährige Lieblingssorte, eine gelbe Wildtomate. Perfekt für die Schulbrotbox. Die sind so klein, dass sie auf einmal im Kindermund verschwinden und kein Tomatenschlonz mehr auf dem T-Shirt landet. Einfach toll und unkomplizierter Massenträger!

kleine gelbe Wildtomate
black Cherry?


schlesische Himbeere?

grüne Cherrytomate




Bisher halten sich Krautfäule und co. im Rahmen. Verschont geblieben sind wir leider nicht. Es hilft aber noch gut, betroffene Blätter abzumachen. 
Auch haben wir im Frühling/Sommer keine Brennesseljauche zum Düngen und Stärken der Pflanze angesetzt, wie sonst immer (auch aus Faulheit), was man deutlich merkt (und wir bereuen)
Der Gartenwahn war dieses Jahr eh nicht ganz so ausgeprägt. Sicher auch wegen unserem diesjährigen Neuzugang, an den wir uns - auch zeitlich- erst gewöhnen mussten. Leider blieb der erhoffte Nachwuchs aus und wir brauchen zum Herbst hin einen begattungsfreudigen Bock für Dörte und Edeltraut. Immer was los hier :D. 
Gartenplanungen und Verschönerungen für nächstes Jahr laufen auch schon auf Hochtouren. In der Theorie sind wir nämlich die Schnellsten ... ;). 
Besonders kreativ am Abend, kurz vor dem Schlafen. Unsere Oma meint immer "am Abend werden die Faulen fleißig..."


Und an einem dieser faulen Abenden habe ich dann noch die leckeren gerösteten Ofentomaten von Micha ausprobiert. Unbedingt nachmachen, die sind sooo lecker! 
Und vorgemerkt für nächstes Jahr sind in diesem Zuge - ♥ noch mehr Tomaten ♥




Montag, 24. August 2015

4

Vier Jahre ist er nun, der Kleinste. 
Ein quirliger kleiner Knirps mit Vorstellungen von dem, was er möchte und ganz besonders von dem, was er nicht möchte. 
Fährt am liebsten den ganzen Tag Fahrrad und bringt mich mit seinen akrobatischen Kunststücken ganz schön ins schwitzen. Wegschauen. Machen lassen. Nicht immer einfach, aber so wichtig.
Setzt meist seinen Willen durch und hat seine großen Brüder fest im Griff. 
Macht einfach mal eine Woche Urlaub bei der Oma fast ohne Heimweh. 
Mutig und selbstbewusst geht er seinen Weg und bringt uns jeden Tag auf`s neue zum Staunen.
DU bist einfach ein toller KERL!!!



Mittwoch, 19. August 2015

Zucchini- Relish mexicana

Die Zucchinipflanze überschwemmt mit ihren Früchten gerade alles. Mein Kühlschrank war übervoll und ich genervt. Da gibt es nur eine Lösung, das Einmachen. 
So verwertet man ganz viele Früchte auf einmal und verschiebt das Essen auf später. Gar nicht so blöd, denn der Winter wird nach diesem Wahnsinnssommer bestimmt lang und kalt ;). 
Zucchini Relish mache ich fast jedes Jahr ein. Allerdings ehr fruchtig und orientalisch, was übrigens auch sehr lecker ist. Aber letztes Jahr im Winter kaufte ich mir in einem Laden ein Relish mexicana für ganze 5€ das Glas. Es war saulecker, aber eben auch sehr teuer. Gegessen haben wir es damals auf dem Ibi "Aladin" und dem Ibi "Hot". Traumhaft kann ich nur sagen. Aber auch zu Tofubratlingen oder anderen Bratlingen ein Gedicht. Da schwor ich mir, dieses Jahr koche ich mir genau so ein Relish selbst ein. 
Ich finde, es ist mir echt gut gelungen. 



Zucchini- Relish mexicana (ca. 8 kleine Gläser)

650g Zucchini
1 große grüne Paprika
1 große rote Paprika (oder 2 Spitzpaprika)
1 große Zwiebel
3 Knoblauchzehen

Das ganze Gemüse wird nun grob geraspelt bzw. fein gestiftelt. 
Nun werden die Zwiebel angebraten, dann kommen die Paprika und der Knoblauch dazu. Zum Schluss werden die Zucchini auch noch kurz mit angebraten. Das ganze wird nun mit

300ml Aprikosennektar
250ml Weissweinessig abgelöscht.
Auch die
250g Gelierzucker 2:1 (geht auch 250g Rohrzucker und 1 gestrichener TL Agar Agar) dürfen jetzt zum Gemüse.

Nun kommt die Gewürzmischung dazu:
je 1/4 TL* geräuchertes Paprika und Habaneroflocken bzw. andere scharfe Chiliflocken
je 1/2 TL Kurkuma, Koriander, Paprika edelsüß, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
je 1 TL Kreuzkümmel und Senfkörner gelb
25-30g Salz, je nach Geschmack 

Das Relish köchelt nun leise ca. 10 Minuten vor sich hin.

Jetzt in vorbereitete Twist Off Gläser abfüllen und auskühlen lassen. Man kann sie kurz auf den Kopf stellen, muss es aber nicht zwingend.

* Ich benutze immer Messlöffel!

Samstag, 15. August 2015

Johannisbeer- Kefir- Kranz mit Zitronenguß und gehackten Pistazien

Sommer ist Johannisbeerrzeit. Kaum ein dankbareres Obst gibt es derzeit auf dem Markt. Die kleinen Trauben in rot, weiß oder schwarz lassen sich eine gefühlte Ewigkeit im Kühlschrank lagern und am Strauch noch viel länger.  Sie gehören zu meinen liebsten Sommerfrüchten mit ihrer herb-säuerlichen Süße. 
Auch in ihrer Verwendungsbreite sind sie sehr vielseitig. Da gibt es ganz klassisch das Gelee und die Marmelade, den Träubleskuchen, aber auch Ketchup und Chutneys lassen sich aus Johannisbeeren zaubern. 
Leider ist die Saison schon wieder fast vorbei. Ein paar späte Sorten, wie z.B. Heinemanns Rote Spätlese, schenken uns noch bis in den August hinein dicke rote Trauben. Allerdings war auch diese Sorte heuer etwas früher dran.
Nachdem wir mittlerweile schon Marmelade gekocht und Unmengen davon einfach so vom Busch genascht haben, wollte ich auch auf der Kaffeetafel mit den knalligen Früchten auftrumpfen. So entstand dieser leckere, supersaftige Johannisbeer- Kefirkuchen mit weißen Schokostückchen. Da ist alles drin was kleine und große Schleckermäuler zum Glücklichsein brauchen :).


Johannisbeer- Kefir- Kranz mit Zitronenguß und gehackten Pistazien

Rührteig:
  • 250g Butter od. Margarine
  • 300g Zucker
  • 5 Eier (getrennt)
  • 1 Pr Salz
  • 1 Zitronenabrieb/50ml Zitronensaft
  • 1 Pk. Backpulver
  • 500g Mehl
  • 300ml Kefir (am besten selbstgemacht)


  • 200g rote Johannisbeer
  • wer mag 100g grob gehackte weiße Schokolade
Ofen auf 175°C Ober-Unterhitze vorheizen.

Die Butter mit dem Zucker zu einer weißlichen Creme aufschlagen.

Nach und nach die Eigelbe unterrühren.

Mehl mit dem Backpulver mischen.

Eiweiß mit Salz steif schlagen.

Backpulver/Mehlgemisch über die Butter/Eicreme sieben und mit dem Kefir und Zitronenabrieb/Saft zusammen kurz verrühren.

Das Eiweiß mit den Johannisbeeren (und der Schokolade) unter den Teig heben.

Den Teig in eine ausgebutterte Kranzform füllen und 45-50Minuten backen.

Nach dem Erkalten mit 
  • Zitronen-Zuckerguß bestreichen und mit 
  • Pistazien bestreut servieren 
  

Und eigentlich wollte ich das Rezept auch schon vor 3 Wochen mit euch teilen, aber nicht nur die Hitzewelle machte mir einen Strich durch die Rechnung. Dazu aber im nächsten Post mehr ;)
 

Mittwoch, 29. Juli 2015

Körnlesbrot nach Günther Weber

Endlich sind die Temperaturen im erträglichen Bereich angekommen und der Ofen kann wieder ohne schlechtes Gewissen angeschmissen werden. Der erhoffte Regen bleibt leider weiterhin aus und die Natur muss dursten, aber wir können auch durch jammern nix daran ändern.
Bei 20°C wächst dann auch die Lust nach kräftigerem Brot und das Fladenbrot hat Pause. Deshalb hier diese Woche mal wieder das Körnlesbrot nach Günther Weber. Ich habe den Weizen einfach durch Rotkorn ersetzt (wie so oft) und so eine schöne dunkle Farbe bekommen.
Mein Mittlerer meinte heute Morgen "...besser als Toastbrot mit  Samba..." und bei dem kleinen Schnäker will das was heißen :).







Samstag, 4. Juli 2015

Fladenbrot

Gerade im Sommer lieben wir dieses Brot besonders. Man kann es pur, als Sandwich mit viel frischem Grün (Lieblingsvariante des großen Sohnes) , als Grillbrot, mit oder zu Hummus (mein persönlicher Favorit), als Grundlage zu Salaten  oder Suppen ... essen. Also eine völlig stressfreie und vor allem vielseitige Kohlenhydratbeilage. Niemals nie fehlen dürfen die kleinen hocharomatischen Käfer (Schwarzkümmelsamen) auf dem Brot! Ich könnte die kleinen Samen pur löffeln, so gut finde ich sie. Und meine Kinder sind davon überzeugt, es handelt sich hierbei um Käfer.




Dieses Fladenbrot ist für mich auch immer die perfekte "Notlösung", wenn kein Brot mehr im Haus ist. Weil, es braucht a) keine Vorteige die am Vortag schon angesetzt werden müssen und b) wird mit wenig Hefe gebacken und c) wirklich alle lieben es! 
Außerdem schmeckt es auch nach ein paar Stunden noch toll und kann schnell aufgebacken werden. Sehr praktisch also für alle, denen am Sonntag Mittag einfällt, "...Hilfe, wir haben kein Brot mehr!"
Ich backe immer einen ganzen Haufen dieser kleinen Brote und gefriere sie portionsweise ein. Immer im 2er Pack. Sie tauen schnell auf und lassen sich in einem Paninigrill oder über dem Toaster gut aufbacken. Wir haben einen Flachtoaster. Der ist für Brotscheiben und Fladenbrote einfach genial. So ist immer schnelles und leckeres Grillbrot für alle zur Hand. 

Übrigens benutzte ich diesen Teig auch als "schnellen" Pizzateig. Dann lasse ich allerdings den Joghurt weg!



Fladenbrot

"Kleiner Vorteig" mit einer Stehzeit von 4h, bei den derzeitigen Temperaturen reichen aber 3h vollkommen aus:
  • 500g Weizenmehl 550
  • 600-650ml Wasser (je nach Mehlqualität)
  • 5g Hefe

"Kurzer Sauerteig" mit einer warmen (ca.30°C) Stehzeit von 4h:
  • 50g Weizenmehl 550 od. 1050
  • 50g Wasser
  • 25g Anstellgut

Der Sauerteig sollte sehr jung genutzt werden. Es kann mit dem Wassertest* die Reife des Sauerteiges getestet werden.

Hauptteig:
  • kleiner Vorteig
  • kurzer Sauerteig
  • 500g Weizenmehl 550
  • 2EL Naturjoghurt vollfett
  • 22g Salz
  • etwas Milch oder Wasser zum Bestreichen
  • viele kleine Käfer (Schwarzkümmelsamen) zum Bestreuen

Alle Zutaten so lange kneten, bis sich der Teig vom Schüsselrand löst. Der Teig ist sehr weich und es dauert eine ganze Weile, bis der Teig "stand" bekommt. Meine Maschine braucht ca. 25 Minuten.

Nun ruht der Teig in einer Teigwanne oder Schüssel für 80 Minuten. Dabei nach 30 und nach 60 Minuten falten. 
Im Sommer, wenn es sehr heiß ist, lasse ich den Teig die erste Stunde im Kühlschrank gehen. Ansonsten bei Zimmertemperatur.

Nach den 80 Minuten den Teig auf die leicht bemehlte Arbeitsfläche stürzen und in 6 ungefähr gleichgroße Teile teilen. Diese mit Hilfe einer Teigkarte zu kleinen runden Laiben vorformen und erneut 30 Minuten rasten lassen.

Nun formt man aus den Minilaiben kleine runde Fladen mit ca. 2cm Höhe daraus und lässt sie ein letztes mal 15 Minuten gehen. Bestreicht die Fladen mit Milch und piekst ein paar Löcher hinein. Streut die Schwarzkümmelsamen drüber und gut is. 

Jetzt wird mit dem Ausbacken begonnen. Ich denke, die wenigsten haben einen derart großen Ofen, dass alle Brote auf einmal hinein passen. Wenn doch, lieber 25-30 Minuten ruhen lassen.
Gebacken werden die Fladenbrote bei 250°C ca. 12-14 Minuten. Jeder Ofen ist da ein kleines bisschen anders. Sie sollten aber eine schöne, appetitliche Farbe haben. 

Übrigens schmecken sie auch toll mit Kräutern der Provence, oder nur mit grobem Meersalz bestreut. Einfach ausprobieren, was gefällt!



* Ein Gefäß mit Wasser füllen und einen kleinen Löffel Sauerteig ins Wasser geben. Schwimmt er oben, ist der Sauerteig reif. Sinkt er ab, noch warten.

Montag, 29. Juni 2015

Zwergensöckchen

Hier sind kleine Zwergensöckchen für unseren Kleinsten fertig geworden. Sie sind richtig schön dick aus zwei Knäulen gestrickt, also quasi 8-fach. Perfekte Gummistiefelsocken, Herbstsocken, Kuschelsocken ... einfach perfekt für alles und in Größe 27 auch super schnell gestrickt.